Komponist

Die Kompositionen von Alexander Moseler sind unterschiedlicher Natur und dennoch teilweise untereinander thematisch verwoben.

So bildet z.B. sein Klavierquintett op. 28 die Auflösung der Quintessenz seines 2. Streichquartetts op. 25. Dies geschieht, indem das gewichtige 11-Ton-Thema aus dem Quartett im Klavierquintett verwandelt wird und aus der ehemals düsteren Stimmung eine vor Freude strahlende wird. “Ich habe mir während der Arbeit an meinem 2. Streichquartett einen Menschen vorgestellt, dessen Träume von Liebe, Ehrlichkeit und Wahrheit mit Füssen getreten werden und er zu Unrecht verurteilt wird und schlußendlich seelisch in einem düsteren Kerker endet. Der Anfang meines Klavierquintetts ähnelt stark einem Trauermarsch. Doch nachdem das Klavier das Thema aus dem 2. Streichquartett wiederholt hat, beginnt sich das Stück zu verwandeln - aus der Düsternis wird Hoffnung. Der zweite Satz könnte den Titel “Tanz der Engel” tragen. Es ist eine strenge Fuge im schnellen 6/8el-Takt. Im 4. und letzten Satz ist die Verwandlung perfekt. Die pure Freude! Dieser Mensch, um das genannte Bild aufzugreifen, der im tiefsten Abgrund war, wurde zum Licht emporgehoben und kann sich nun seines von Gott gegebenen Lebens freuen. Die letzten Takte klingen nicht furios. Sie sind leise, voller Seligkeit, Dankbarkeit und tief empfundener Freude. Mit diesen beiden Werken verbinde ich eben die Botschaft an den gütigen Gott, die Liebe, das Leben, die Wahrheit und das Gute zu glauben und daraus die Kraft für den eigenen Weg zu gewinnen.”

So in etwa verhält es sich teilweise mit seinen anderen Werken. Sie erzählen Geschichten, in ihnen sind auch für den Komponisten wichtige Namen als Ton-Motive wiederzufinden. “In der Musik darf alles Platz finden, was auch im Leben eines Menschen stattfindet; ein Spiegel menschlichen Seins sozusagen. Nun muss sich jedoch ein Komponist über sein Schaffen, seinen Willen und seine Aufgabe bewußt werden. Dahinter steckt eine riesige Verantwortung gegenüber dem Hörer.” 

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